Quinghai-Fichte (Picea crassifolia) als Klimawandelgehölz und Forstpflanze

Vorkommen

Die Quinhai-Fichte kommt in den Hochlagen Nord-Chinas vor. Sie wächst dort an den Nordhängen zwischen 1800 und 3500 Metern. Besonders gut gedeiht sie auf trockenen Steppenböden. Sie erträgt also auch Hitze und Trockenheit sehr gut. 

Man finden Picea crassifolia aber auch in der Mongolei und dem Amur-Gebiet zwischen Russland und China. Russland hat sich dieser Fichte ebenfalls zu eigen gemacht. Sie wird mittlerweile in großen Teilen Russlands angebaut und ist dort auch in allen dendrologischen Sammlungen enthalten. 

In England ist Sie auch in den Royal Gardens of Cew zu finden. Sie wächst dort ebenfalls hervorragend und ohne Probleme. Sonst ist sie in Europa aber äußerst selten zu finden. 
Zugegeben, die Produktion ist noch klein, aber fein. Diese Fichte ist so widerstandsfähig, dass diese keine Beschattung oder zusätzlichen Winterschutz in den kleinen Töpfchen benötigen. Sie sind super robust und frei von jeglichen Krankheiten. 
Biologie

Anfangs ist die Rinde noch grün bis gelb. Mit mehreren Monaten hüllt sich die Rinde aber in eine Färbung aus hellem Braun mit gelben Einschlüssen. Die Borke ist rau und harzig. Der Harzfluss setzt aber erst im späteren Alter ein. Bei der Jungpflanzen ist von Harz noch gar nichts zu sehen. 

Die Nadeln erstrahlen in einem dunklen Blau. Diese Färbung ist wunderbar und leuchtet auch stark. Die Nadeln werden ca. 2,5 cm lang und stechen. Sie sind quirlartig um den gesamten Zweig verteilt und sind in ihrem Querschnitt kantig. 

Die Blüte erscheint von April bis Mai in einem leuchtenden purpur. Über den Sommer hinweg wird die Blüte dann von einem zylindrischen Zapfen abgelöst, welcher ca. 7 cm lang und 2,5 cm breit wird. 


Wuchs

Picea crassifolia erreicht eine Wuchshöhe von ca. 20 Metern. Sie wächst in der Jugend eher schmal und kegelförmig und breitet sich bereits nach wenigen Jahren in eine streng pyramidale Krone aus. Dieser Wuchs ist derart gleichmäßig und dicht, dass sich die Quinghai-Fichte ideal für die Anzucht von Weihnachtsbäumen eignet. 

Fichten wachsen schneller als viele andere Nadelbaumarten. So wächst auch dieses Klimwandelgehölz sehr zügig und kräftig und kann durchaus einen Jahrszuwachs von mehr als 50 cm erreichen. Versuchsanbauten haben in Mitteleuropa ergeben, dass die Pflanzen nach 10 Jahren bereits eine Höhe von 12 Metern erreicht haben.

Die Stämme bleiben schmal und erreichen einen Brusthöhendurchmesser von ca. 60 cm. Es wird in China als Stangenholz für den Bau verwendet. Eine Verwendung in der Zellstoffherstellung ist ebenfalls ideal. 
Forstwirtschaftliche Eignung und Holz

Die Quinghai-Fichte kommt vor allem an Nordhängen vor. Dort ist es kühl und trocken. Der meiste Niederschlag folgt in Form von Schnee. Sie wächst aber auch auf den trockensten Steppen und Sandböden, da diese Fichte tiefe Wurzeln bildet und sich das Wasser auch aus den tieferen Schichten entnehmen kann. 

Sie können diese Fichte als Windschutz vor windanfällige Kulturen pflanzen, oder auch einfach mit der heimischen Fichte mischen. Wichtig hierbei ist ein sonniger bis halbschattiger Platz. Schatten wirkt sich negativ aus. 

Achten Sie auf einen sandigen bis schwach lehmigen Boden. Er darf auch ruhig kalkhaltig sein. Wichtig ist, dasss der Boden durchlässig und nährstoffreich ist. Diese Fichte könnte ideal für die Pflanzung auf der schwäbischen Alb sein. Hier haben wir genau die Voraussetzungen für diese Fichte, da die Böden zwar nährstoffreich und kalkhaltig sind, jedoch das Wasser nicht gut halten können.

Das Holz ist mit dem unserer heimischen Fichte zu vergleichen. Nur bleiben die Stämme etwas schmaler, aber das ist für die Sägeindustrie kein Problem. 

Auch für die Produktion von Weihnachtsbäumen können diese blauen Fichten wunderbar eingesetzt werden. Sie sich schnittverträglich und wachsen wunderschön und absolut gleichmäßig. Hier kann man mit einer seltenen Baumart bei der Kundschaft punkten. 
Zukunft/Resümee

Ich biete nur die Gehölze an, welche sich in meiner Produktion behauptet haben. Die Quinghai-Fichte ist ein solcher Kanditat. Selbst bei strengster Hitze und klirrendem Frost überlebt diese und legt auch noch ordentlich an Wachstum zu. Ich bin von dieser Fichte richtig begeistert. 

Wir stehen hier allerdings noch ganz am Anfang. Das muss man ganz klar sagen. Aber wenn man mit wenigen Pflanzen experimentiert, dann lässt sich hier eine weitere Fichte bei uns etablieren und den Markt aufbessern. 

Sollten Sie ebenfalls Interesse an der Picea crassifolia haben, dann können Sie die Jungpflanzen sehr gerne in meinem Shop bestellen. Der nachfolgende Link führt Sie direkt zum Angebot: 
Zum Angebot der Quinghai-Fichte als Forstpflanze oder Weihnachtsbaum-Jungpflanze!